Perspektivwechsel
Li Ning, Xiao Ke, Zhang Mengqi
Junge Performance und Choreografie aus China
Die Performanceszene und junge Choreografen, die sich abseits der wenigen grossen Theater und Compagnien bewegen, sind selbst in Megacities wie Beijing und Shanghai nicht leicht zu finden. Es gibt für sie ebenso wenig öffentliche Förderung wie Infrastruktur. Man trifft sie jedoch - etwa in stillgelegten Fabriken - durch Hinweise arrivierter KünstlerInnen, die sie unterstützen und in ihrem Weg bestärken. Viele von ihnen sind ausgesprochen vielseitig und gut über die Arbeit ihrer KollegInnen in Ost und West informiert. Wir haben drei von ihnen eingeladen, uns an diesem Abend je eine kleinere Arbeit zu zeigen. Li Ning war Bildhauer, bevor er bei der bekannten Choreografin Jin Xing studierte, und macht heute Performances im öffentlichen Raum, deren Dokumentationen auf internationalen Filmfestivals gezeigt werden. Zhang Mengqi absolvierte die Dance Academy of China Minorities University und arbeitet freischaffend in Beijing. Ihre Performance ist ein getanzter Dialog mit ihrer Mutter, die als Projektion auf ihrem Körper präsent ist. Vor der Ausbildung in zeitgenössischem Tanz beschäftigte sich Xiao Ke intensiv mit chinesischen Volkstänzen. Mit 20 gründete sie ihre eigene Tanzschule in Shanghai. Alle scheinen sie zu kennen, überall taucht sie auf - oft mit eigens für den Ort kreierten Soloperformances.
