Gessnerallee
Zürich

Einladung zur Audition

Die Künstlerin und Choreographin Alexandra Bachzetsis lädt Tänzer_innen zur Audition für ihre kommenden Performance Projekt 2018–2020 ein.
Sie ist auf der Suche nach professionellen Tänzer_innen im Alter von 20 bis 60 Jahren.

Die Audition findet am 13. und 14. November 2017 in der Gessnerallee Zürich statt.

Als zweiter Schritt wird ein Workshop mit einer ausgewählten Gruppe von Bewerber_innen in Athen, Griechenland im Zeitraum 2017/2018 organisiert.

Ort
Gessnerallee Zürich
Südbühne Gessnerallee Zürich,
Gessnerallee 8, 8001 Zürich

Auditionstermine
13. November 2017, von 10–20h
14. November 2017 von 10–20h
(optional für eine zweite Runde auf persönliche Einladung)

Für Informationen und Bewerbungen kontaktieren Sie bitte Claudia Toggweiler, Produktionsassistentin: claudia.toggweiler.DELETE.(at).REMOVE.alexandrabachzetsis.com.IGNOREME.COM

Informationen zu Alexandra Bachzetsis’ früheren Werken finden Sie auf:
www.alexandrabachzetsis.com

Audition und Workshop für Musik und Tanz


Massacre: Variations on a Theme

Das Zusammenspiel zwischen Ausdruck und Kontrolle war ein Schwerpunkt von Alexandra Bachzetsis während ihrer Karriere als Tänzerin. Massacre: Variations on a Theme treibt die aussergewöhnlichen Wechsel innerhalb dieser Dichotomie zu einem hochemotionalen Wechselspiel zwischen exzessiver mechanischer Wiederholung und physischer Erschütterung. Bachzetsis Choreographien handeln immer wieder von Darstellungen des weiblichen Körpers und den Gesten und Ritualen, durch die Geschlechterstereotypen dargestellt, verstärkt und abgebaut werden. In einem kulturellen Klima der wiederkehrenden, flimmernden GIFs und virtuellen Figuren, der physischen Gewalt und einer zwanghaften Abhängigkeit von Maschinen positioniert dieses neue Werk den weiblichen Körper als eine technologische Form, gefangen zwischen Animismus und Automatismus.

Bachzetsis’ Werk bündelt häufig Tropen und Gesten populärer Kultur mit alten Ritualen und der choreographischen Sprache von herausragenden Figuren des Tanzes wie Trisha Brown. In Massacre, buchstäblich ein «ballet méchanique», performen drei Tänzerinnen zu einer Live-Partitur für zwei Klaviere, von denen eines ein automatisches Klavier ist. Die Performance der Partitur wechselt zwischen menschlichen Bewegungen und dem automatisch erzeugten Sound. Die Bewegungen der Tänzerinnen spiegeln diese Dualität wider, indem sie zwischen den spasmischen Gesten des Tarantismus, dem sich wiederholenden Uptempo Rhythmus des Northern Soul und dem zögerlichen und doch instinktiven Umherspringen, das für Gorillas und andere gefangene Tiere typisch ist, hin und her wechseln. Fast wie bei einem Virus, wird jede Sequenz der Bewegungen von einem Performer auf den nächsten übertragen.

Bachzetsis’ Faszination für Automatismus und extremer, hämmernder Wiederholung verläuft parallel zu einer kritischen Neugier auf die in solch einem System geschaffene Erotik. Die Bilder, Gesten, und Klänge, aus denen Massacre besteht, berufen sich auf viele Vorbilder aus Dada und Surrealismus—insbesondere Darstellungen der weiblichen Form innerhalb des Werkes von Man Ray, Marcel Duchamp und Hans Bellmer—sowie auf eine Faszination für die Bildung des Geschlechts und der Sexualität in einer mechanisierten Welt, die immer mehr von der Pharma- und Pornoindustrie beeinflusst wird.

Massacre stellt den Einzelnen als einen «exquisite Leichnam», dar, ein Zusammenspiel aus biologischen und technologischen Verfahren, zu gleichen Teilen geformt aus Erotik, Industrie und Gewalt. Jede Tänzerin ist eine Leitungsbahn für Systeme, die in einer Matrix übertreibender Produktion von ihrem Körper Besitz ergriffen haben.
(Text: Stuart Comer)

Workshop
Dieser Workshop richtet sich an Pianisten/-innen, wie auch Performer/innen, die an der Schnittstelle zwischen Tanz und Musik arbeiten wollen.
Die kompositorischen Elemente befassen sich spezifisch mit dem Aspekt der Einflussnahme und dem Zusammenspiel von Musik und Körper.
Der Workshop besteht einerseits aus einer Audition für eine zukünftige neue Arbeit von Alexandra Bachzetsis und andererseits, aus einer Studie zu Massacre: Variations on a Theme. Alltägliche Rituale des Exzesses und deren Wiederholung, wie es etwa beim Tarantismus, Classic Northern Soul, oder dem Techno Dancing der Fall ist, werden dabei zum Element einer sich beständig konstruierenden und dekonstruierenden Choreographie und Partitur.

M O D U L 1
STUDIE ZU MASSACRE:
VARIATIONS ON A THEME

7.–9. NOVEMBER
mit den Pianisten Mischa Cheung und Simon Bucher und der Tänzerin Lenio Kaklea.
Ansätze: Einführung in Komposition und Choreographie. Täglich: 10–18h

PERFORMANCE VON MASSACRE:
VARIATIONS ON A THEME

10.–12. NOVEMBER
Gessnerallee, Zürich
Besuch einer Vorstellung ist Teil des Workshops.
Vorstellungen: 10.11.–11.11. um 20h, 12.11. um 18h

AUDITION FÜR KOMMENDE
PROJEKTE 2018–2020,

13.–14. NOVEMBER
Gessnerallee, Zürich mit Alexandra
Bachzetsis
Gesucht: Professionelle Tänzer/innen im Alter von 20–60 Jahren
13. November: 10–20h
14. November: 10–20h zweite Runde nur auf persönliche Einladung

M O D U L 2
STUDIE ZU MASSACRE:
VARIATIONS ON A THEME

15.–16. NOVEMBER
mit den Tänzerinnen Alma Toaspern und Yumiko Funaya
Ansätze: Vertiefung der choreographischen Elemente
Täglich: 10–18h

Ort
Südbühne Gessnerallee, Zürich,
Gessnerallee 8, 8001 Zürich

Bewerbung und Anmeldung
Audition-Teilnahme per CV
Workshop-Teilnahme inkl. Theater-Ticket :
Modul 1 CHF 30.–
Modul 2 CHF 20.–
Modul 1+ 2 CHF 40.–
→ Maximale Teilnehmerzahl 25
→ Anmeldeschluss: 30.9.2017

Bewerbung an Claudia Toggweiler: claudia.toggweiler.DELETE.(at).REMOVE.alexandrabachzetsis.com.IGNOREME.COM

Vorstellungen
Freitag 10. November um 20h
Samstag 11. November um 20h
Sonntag 12. November um 18h
Bitte gewünschtes Vorstellungsdatum bei der Anmeldung nennen.