Theaterhaus Gessnerallee

Vorstellung vom 17.12. ist ausverkauft. Restkarten an der Abendkasse.

Big Bang

Philippe Quesne / Vivarium Studio

Theater / Performance

«Big Bang», das aktuelle Stück des Erfolgsregisseurs Philippe Quesne, beginnt mit einer gigantischen Explosion. Die Folgen: sechs Personen, die auf einer kleinen Insel stranden und sich in vergnüglichen Episoden die Geschichte der Welt neu ausdenken. In beredten Bildern, aussagekräftigen Gesten und mit wenigen Worten erschaffen die Protagonisten anatomische Studien eines menschlichen Mikrokosmos, der in eine unerwartete Landschaft verpflanzt wurde.
Gott schuf die Welt in sechs Tagen, der französische Theatermacher Philippe Quesne inszeniert die Evolutionstheorie – oder vielmehr ihre Brüche, Erfindungen und Zersetzungen – in 75 Minuten. In kurzen musikalischen Szenen als absurde Geschichten der unzähligen Möglichkeiten und mit einfachsten Mitteln erzählt – ein paar Plastikplanen, Perücken, etwas Nebel und Licht – zieht er seine Zuschauer in eine Traumwelt. Die Akteure seiner Compagnie Vivarium Studio scheinen selbst immer zu staunen, was sie da für tolle Bilder produzieren, durch die sie ganz sanft, wie leicht bekiffte und sehr melancholische Sonderlinge, zu schweben scheinen. Denn das ist beinahe das grösste Wunder dieses Abends: Trotz des extremen Zeitraffers, in dem die Geschichte erzählt wird, kommt beim «Big Bang» nie Hektik auf.

Martin Argyroglo

Konzept, Regie und Design Philippe Quesne Mit Isabelle Angotti, Rodolphe Auté, Yvan Clédat, Jung-Ae Kim, Émilien Tessier, César Vayssié, Gaëtan Vourc’h Künstlerische und technische Mitarbeit Yvan Clédat, Cyril Gomez-Mathieu Produktion Vivarium Studio Koproduktion Internationales Sommerfestival Hamburg, La Ménagerie de Verre Paris, Festival d’Avignon, HAU Berlin, Les Spectacles vivants – Centre Pompidou Paris, Kunstencentrum Vooruit Gent, Théâtre de l’Agora Scène nationale d’Evry et de l’Essone, NXTSTP (mit Unterstützung des Culture Programme der EU), Festival Baltoscandal Rakvere, Rotterdamse Schouwburg Gefördert durch Région Île-de-France, CENTQUATRE Paris, Culturesfrance, Institut français – Ministères des Affaires étrangères et européennes Gastspiel unterstützt von Stadt Zürich Kultur