Gessnerallee
Zürich

mutter - motor

/ Eine Audioperformance von und mit Rollstuhlfahrenden

Jörg Köppl / Anna Papst / ensemble metanoia

«Wenn ich nöd im Rollstuehl wär, wärsch dänn au e Huusfrau blibe? Oder hettsch öppis anders mit dim Läbe welle mache?»

Acht Menschen mit Behinderung befragen ihre Mütter nach ihren Bedürfnissen und Entscheidungen. Willentlich oder gezwungenermassen haben die Mütter die intensive Pflege und Betreuung ihrer Kinder jahrelang übernommen und als «Motor» gewirkt: Vom morgendlichen Anziehen über die täglichen Fahrtdienste bis zur Essenseingabe waren sie damit beschäftigt, das Leben ihrer Kinder in Schwung zu halten. Jetzt sind die Kinder junge Erwachsene und leben im Mathilde Escher-Heim in Zürich. Zeit, zu fragen, welche Rolle der Mutter im eigenen Leben zugekommen ist und welche Rolle unsere Gesellschaft für Mütter überhaupt bereithält. Zeit, den Umkehrschluss zu wagen und zu untersuchen, welcher Motor man selbst im Leben der Mutter war.
Die Audioperformance entwickelt sich aus dem Sprechen und Nachsprechen. Dabei kommt der Stimme und dem Stimmfall eine besondere Bedeutung zu: Lange vor den ersten Wörtern, entspinnt sich zwischen Eltern und Kind ein prosodisches Spiel. Mit Sprechmelodie und -Rhythmus formulieren wir Begehren, spenden Trost und schreiben einander Rollen zu. mutter – motor erweitert die «familiären» Tonarten mikrotonal und eröffnet neue Spielräume.

Credits

→ in deutscher und schweizerdeutscher Sprache
Mai
23 Do Halle
20.00
25 Sa Halle
20.00
26 So Halle
18.00
28 Di Halle
20.00
29 Mi Halle
20.00