Gessnerallee
Zürich

[OBSCENE]

/ Dramaturgie als Praxen des (Un)Sichtbarmachens

Eine Tagung

Die zahlreichen Tode in den antiken Dramen des alten Griechenlands fanden ob-scenae, also ausserhalb der Szene statt. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass ihnen keine Wichtigkeit zukam. Die Denkfigur des Obszönen als dem, was im OFF der Bühnen im konkreten und übertragenen Sinne weiterhin Wirksamkeit entfaltet, dient der Tagung als zentrales Motiv. Postdramatische (möglicherweise post-dramaturgische) sowie ausdrücklich künstlerische Verfahren der Wissensproduktion richten ihr Augenmerk darauf, das Nicht-Gezeigte, das Un-Sichtbare und [AUSGEKLAMMERTE] kenntlich zu machen.

Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und mit dem Vordringen der Idee des Performativen auf die Theaterbühnen hat sich das Verständnis von Dramaturgie erheblich gewandelt und pluralisiert. Davon geht [OBSCENE] aus und untersucht, wo und wie Dramaturgie heute stattfindet - als ein Amalgam von Praktiken, Beziehungen und Positionierungen zwischen Menschen, Institutionen, Proberäumen, Aufführungen, Zeiträumen und künstlerischen Verfahren.

Die Tagung versammelt Theater- und Tanzschaffende, Studierende und die interessierte Öffentlichkeit, um in Vorträgen, Aufführungen und Workshops gemeinsam die Kunst und die Dramaturgien des [OBSCENE] zu entdecken, zu reflektieren und zu feiern.

Credits

→ In deutscher und englischer Sprache mit jeweiliger Übersetzung
September
12 Do Gessnerallee
13 Fr Gessnerallee
14 Sa Gessnerallee
15 So Gessnerallee